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Sparte 4
Igor Levit
Igor Levit

7. Sinfoniekonzert

Werke von Beethoven und Bruckner

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll

Solist: Igor Levit, Klavier
Leitung: Toshiyuki Kamioka

Sonntag, 6. Mai 2012, 11.00 Uhr Montag, 7. Mai 2012, 20.00 Uhr in der Congresshalle

Termine: So 06.05. Mo 07.05.

Ludwig van Beethoven eroberte Wien zuerst als Klaviervirtuose mit seinen Klavierkonzerten, die er zum eigenen Gebrauch geschrieben hatte. Das 3. Klavierkonzert c-Moll von 1800 wird als Höhepunkt seiner pianistischen Karriere angesehen und zugleich als Wendepunkt, da für ihn ab diesem Zeitpunkt die kompositorische Arbeit in den Vordergrund tritt. Das c-Moll-Konzert steht stilistisch genau in der Mitte der fünf Klavierkonzerte; hier trägt das Konzert bereits die Züge einer Sinfonie mit konzertierendem Klavier. Das Soloklavier tritt nun mit einer viel stärkeren Verve dem Orchester entgegen als noch zu Mozarts Zeiten, es entwickelt einen dichten und spannungsvollen Dialog zwischen gleichrangigen Partnern. Nach Beethoven gilt Anton Bruckner als der einflussreichste Sinfoniker des 19. Jahrhunderts. Wie Beethovens 9. Sinfonie, so steht auch diejenige von Bruckner in der Tonart d-Moll. An keiner seiner neun Sinfonien hat Bruckner länger gearbeitet als an seiner letzten, unvollendet gebliebenen. Begonnen hatte er nach Fertigstellung der 8. Sinfonie 1887. Bis kurz vor seinem Tod 1896 rang Bruckner mit dem vierten Satz – es blieb bei Entwürfen. Somit ist der dritte Satz »Adagio: langsam, feierlich« Bruckners letztes Wort. Anton Bruckner geht hier weiter als je zuvor. Der erste Satz der Sinfonie ist mit 567 Takten einer der längsten und gewaltigsten im sinfonischen Repertoire, der Komponist lässt hier das Hauptthema erst langsam entstehen. Berühmt ist das »Scherzo« mit seinem bedrohlich stampfenden Rhythmus. Am Schluss des »Adagio« steht schließlich ein Zitat aus der d-Moll Messe von 1864.