Sinfoniekonzerte
Werke von Bernstein, Hensel und Ravel
Leonard Bernstein: «Candide»-Ouvertüre
Lothar Hensel: Konzert für Bandoneón und Orchester
Maurice Ravel: Ma mère l'oye / Boléro
Solist: Lothar Hensel, Bandoneón
Leitung: Toshiyuki Kamioka
Sonntag, 24. Juni 2012, 11.00 Uhr
Montag, 25. Juni 2012, 20.00 Uhr in der Congresshalle
»Ich habe nur ein einziges Meisterwerk komponiert«, befand Maurice Ravel, »den Boléro. Leider völlig ohne Musik.« Das Stück war für die befreundete Choreografin Ida Rubinstein konzipiert und verfolgt die Idee, für den gleichförmigen Tanz dasselbe Thema ohne Veränderung stets zu wiederholen und im Orchester langsam zu einem Höhepunkt zu führen. Die Wirkung des Werkes ist seit seiner Uraufführung 1928 überwältigend. »Ma mère l’oye« (Mutter Gans) komponierte Ravel als Klaviersuite zu vier Händen und widmete sie den Kindern eines Freundes. Beruhend auf Kinderversen entstand 1911 eine Orchesterfassung aus den fünf Klavierstücken. Die Ouvertüre zu Leonard Bernsteins comical operetta »Candide« (1956) ist ebenso wie »Boléro« eines der am häufigsten aufgeführten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Melodien der Operette klingen in der Ouvertüre an, darunter auch die bekannte Koloraturarie »Glitter and be gay«. Der Bandoneón-Solist und Komponist Lothar Hensel führt den vom Tango-König Astor Piazzolla eingeschlagenen Weg des »Tango Nuevo« auf höchst originelle und kompromisslose Weise fort. Sein Konzert Nr. 2 für Bandoneón ist das einzige seiner Art, in dem Solist und Orchester vollkommen gleichberechtigt auftreten. Jeder der drei Sätze realisiert eine bestimmte musikalische Idee: Im 1. Satz (»Toccata«) ist Tangomusik deutlich zu spüren, der 2. Satz (»Rhapsodie«) orientiert sich eher an einem impressionistischen Klangbild und im 3. Satz »Finale«) wird den Blechbläsern breiter Raum gewährt.