Oper
Oper in drei Akten
Oper in drei Akten
Text von Francesco Maria Piave
nach dem Roman «La dame aux camélias» von A. Dumas
Musik von Giuseppe Verdi
Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: Dagmar Schlingmann
Bühnenbild: Sabine Mader
Kostüme: Inge Medert
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere: Samstag, 15. September 2007 im Staatstheater
Pressestimmen:
"[Die] Produktion besticht durch eine dicht ausgearbeitete, immer auf das Wesentliche konzentrierte Führung der drei Hauptpersonen. (...) Das hoch intensive Spiel geht durchweg auf, vom anfangs hereinkullernden Alfredo bis hin zum faszinierend gelösten Schluss: Neben dem am Boden liegenden, verzweifelt zusammengebrochenen Alfredo kniet Violetta. Seinen Kopf bettet sie beim Versuch, ihn wieder aufzurichten, liebevoll in ihren Schoß. Danach erhebt sie sich langsam, steigt über das Sofa auf die hintere Ebene und nimmt Abschied. (...) Wenn es gelingt, das hohe Niveau der Premierenaufführung auch in den anders besetzten Vorstellungen annähernd zu erreichen, hat die Saarbrücker Oper mit ihrer Eröffnungsproduktion einen echten Trumpf in der Hand, der bestimmt für viel Begeisterung bei den Besuchern sorgen wird."
K. H. Schulter, Das Opernglas
"Dagmar Schlingmann, die zum ersten Mal die Regie einer Oper übernommen hat, gelingt gemeinsam mit ihrem Ensemble ein wunderbarer Abend. Sie konnte auf ihre hervorragenden Sänger zählen, auf den Dirigenten Constantin Trinks (mit dem sie eng zusammen gearbeitet hat) und auf das unter Trinks sehr präzise und gleichzeitig hinreißend locker-leicht spielende Orchester des Staatstheaters. Aber sie hat gemeinsam mit Bühnenbildnerin Sabine Mader auch sehr stimmige, in sich schlüssige Szenenbilder geschaffen. "
Anke Schäfer, SR2 KulturRadio, 17. September 2007
"In der Saarbrücker Premiere der Verdi-Oper "La Traviata" hätte man Samstagabend glatt vor Rührung flennen mögen. Singt und spielt Alexandra Lubchansky doch eine Violetta wie aus dem Bilderbuch der Oper. "
Oliver Schwambach, Saarbrücker Zeitung, 17. September 2007
"Kurze Nervosität hinterm Vorhang - dann die Ankündigung: Die Violetta sei etwas indisponiert. Stimmlich war davon aber nichts zu hören. Und so gab es donnernden Applaus für Alexandra Lubchansky und für Mikael Babajanyan in der Rolle des Germont."
Dominique Hohrath, Bild Saarland, 17. September 2007
"Großes Gefühl, große Stimmen. Es ist Dagmar Schlingsmanns erste Opern- Inszenierung. Bitte mehr davon! Ihre "La Traviata" ist große Oper ohne opernhaftes Getue - und dennoch mit großem Gefühl."
Tanja Seibert, Saartext, 17. September 2007
"Ihre "Traviata", die am Samstag Premiere hatte, wird zwar unser Verdi- Bild nicht erschüttern. Aber dank einer konsequenten und durchdachten Personenregie gelang ein anrührender, phasenweise sehr intensiver Opernabend...Doch sie (Violetta) akzeptiert, nur von leisen Aufschreien begleitet, die tödliche Macht der Krankheit. Das perfekte Opfer. Als solches- durchaus mit religiösen Anspielungen- zeigt uns Dagmar Schlingmanns Inszenierung im Einheitsbühnenbild von Sabine Mader (...) die Titelfigur der Verdi- Oper. Das Erstaunliche ist dabei jedoch, dass es Alexandra Lubchansky, von deren angekündigter Indisponiertheit nichts zu hören ist, gelingt, diese vermeintliche Schwäche in Stärke umzudeuten."
Frank Pommer, Die Rheinpfalz vom 17. September 2007
Die Kurtisane Violetta Valéry tanzt sich durch die feine Gesellschaft von Paris, von vielen begehrt, doch von keinem geliebt. Bis Alfredo Germont in ihrem Leben auftaucht, der ihr mit entwaffnender Offenheit seine Zuneigung gesteht. Violetta gibt ihr bisheriges Leben auf und zieht mit Alfredo aufs Land. Doch das Idyll ist von kurzer Dauer. Violetta ist dem Druck nicht gewachsen, den Alfredos Vater mit dem Vorwurf, sie beschmutze die Familienehre, auf sie ausübt. Sie räumt das Feld, ohne sich mit Alfredo gründlich auszusprechen. Er muss glauben, Violetta habe sich in ihr altes Leben und zu ihren alten Freunden zurückgeflüchtet. Zu spät werden die Missverständnisse aus der Welt geschafft: Violetta, die Raubbau an ihrem Körper begangen hat, verwelkt wie die Kamelie, die sie Alfredo einst überreicht hat.
«La Traviata» steht für die große Oper des 19. Jahrhunderts. Die schockierende Aktualität, die das Werk durch die Darstellung einer zeitgenössischen skandalumwitterten Frauengestalt erhielt, ist bis in unsere Zeit spürbar. Mit dieser Oper hat Verdi allen Menschen, die ihre persönliche Integrität über die Konventionen der Gesellschaft stellen, ein unvergängliches Denkmal gesetzt.
Es singen: Elena Kochukova (Annina), Oxana Arkaeva/ Stefanie Krahnenfeld/ Alexandra Lubchansky (Violetta Valéry), Maria Pawlus (Flora Bervoix) - Mikael Babajanyan/Guido Baehr (Giorgio Germont), Rupprecht Braun/ Kwan- Seok Chae (Gastone), Otto Daubner (Marchese d´Obigny), Algirdas Drevinskas/ Jevgenij Taruntsov (Alfredo Germont), Markus Jaursch/ Hiroshi Matsui (Dottore Grenvil), Stefan Röttig/ Patrick Simper (Barone Douphol)
Constantin Trinks ist seit 2006 kommissarischer Generalmusikdirektor am SST. Er studierte Dirigieren in Karlsruhe und kam 2002 nach Saarbrücken.
Dagmar Schlingmann ist seit 2006 Generalintendantin des Saarländischen Staatstheaters. Seit 1986 ist sie als Schauspielregisseurin tätig; mit «La Traviata» wendet sie sich nun erstmals der Opernregie zu.
Sabine Mader studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf und arbeitete u.a. in Bonn, Bremen, Graz, München und Linz.
Inge Medert arbeitet seit 1993 freischaffend als Kostümbildnerin, u.a. in Konstanz, Linz, Nürnberg und St. Gallen. Beide arbeiten seit Jahren eng mit Dagmar Schlingmann zusammen.