Otello
Oper in vier Akten Text von Arrigo Boito – Musik von Giuseppe VerdiMusikalische Leitung: Toshyuki Kamioka
Inszenierung: Oliver Tambosi
Bühnenbild: Bengt Gomér
Kostüme: Inge Medert
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere: Samstag, 15. Mai 2010 im Staatstheater
13 Jahre nach "Aida" nahm sich Giuseppe Verdi einen Opernstoff vor, den er viele Jahre zuvor zur Seite gelegt hatte: den "Mohr von Venedig", ein Drama von William Shakespeare. "Otello" sollte 1887 für den mittlerweile 74-jährigen Meister der italienischen Oper nochmals ein künstlerischer Aufbruch werden. Ohne Einleitung beginnt Verdi die Oper mit einer gewaltigen Sturmszene, aus der Otello als siegreicher Feldherr heraustritt.
Die Zuneigung des Volkes und die Liebe seiner Gattin Desdemona fallen ihm wie selbstverständlich zu. So viel Ruhm ruft Neider auf den Plan: Iago, von Missgunst zerfressen, weiß, dass dieser Mann nur auf dem Feld des psychologischen Krieges zu besiegen ist. Iago gelingt es, in Otello Zweifel an Desdemonas Treue zu säen. In rasender Eifersucht tötet Otello schließlich die geliebte Desdemona.
Giuseppe Verdi setzt die italienischen Opernformen klar erkennbar ein, jedoch sind alle Nummern in einen großen musikalischen Fluss eingebettet. Stärker als jede andere seiner Opern ist "Otello" auf die Tragödie der Protagonisten fokussiert.
Besetzung:
Otello: Rafael Rojas
Iago: Olafur Sigurdarson
Cassio: Jewgenij Taruntsov
Roderigo: Rupprecht Braun
Lodovico: Hiroshi Matsui
Montano: N.N.
Ein Herold: N.N.
Desdemona: Svetlana Ignatovich / Stefanie Krahnenfeld
Emilia: Judith Braun / Maria Pawlus


