Sakontala
Musikalische Leitung: Christophe Hellmann
Inszenierung: Berthold Schneider
Bühnenbild: Veronika Witte
Szenische Uraufführung / szenische skulptur in der Reihe <echtzeit>
Premiere: Samstag, 27. März 2010 im Staatstheater
Franz Schuberts wunderbare, aber unvollendet gebliebene Oper mit einer Episode aus dem indischen Mahabharata-Epos, in Saarbrücken zum ersten Mal auf der Bühne.
Viele Werke Franz Schuberts blieben nur Fragment, so auch die Oper "Sakontala". 1820 begonnen, legte Schubert das Projekt beiseite und vollendete es aufgrund seines frühen Todes nicht mehr. 2001 machte sich der dänische Komponist Karl Aage Rasmussen daran, Schuberts Manuskript zu einem aufführbaren Werk zu rekonstruieren. Schubert hat zwei Akte ausgeschriebene Gesangsstimmen hinterlassen sowie musikalische Notizen und Skizzen zur Instrumentierung, anhand derer Rasmussen in der Lage war, ein geschlossenes Opernwerk herzustellen. Man darf also gespannt sein auf diese "neue" Schubert-Oper, die damit erstmals in einem Opernhaus erklingt.
"Sakontala" geht zurück auf eine Episode des großen indischen Epos "Mahabharata", die der klassische Autor Kalidasa (um 300 n. Chr.) zu einem Drama formte. Die Oper handelt von der Liebe zwischen dem einfachen Mädchen Sakontala und König Duschmanta. Durch einen Fluch erkennt der König die von ihm erwählte Braut nicht mehr. Erst das Wiederauffinden des Verlobungsringes kann den Fluch lösen und die Liebenden vereinen. Goethe schätzte dieses Werk außerordentlich und ließ sich davon in seinem "Faust" zu einigen Schlüsselszenen inspirieren.
Besetzung
Duschmanta: Algirdas Drewinskas
Sakontala: Elizabeth Wiles
Durwasas / Madhawia: Guido Baehr
Kanna: Hiroshi Matsui
Amusina / 1. Mädchen: Sofia Fomina
Priamwada / 2. Mädchen: Judith Braun
Fischer: Stefan Röttig
Performance-Künstler: Skall
Menaka: Elena Kochukova
Ein Dämon/1. Häscher: Timo Päch
Ein Dämon/2. Häscher: N.N.


