Lola
nach dem Drehbuch von Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich für Rainer Werner Fassbinder
Inszenierung: Michael Talke
Bühnenbild: Barbara Steiner
Kostüme: Ellen Hofmann
Musik: Achim Schneider
Premiere: Freitag, 11. September 2009 in der Alten Feuerwache
1957 in der deutschen Provinz: Die Baubranche boomt, im örtlichen Bordell feiert der Bauunternehmer Schuckert mit den Honoratioren der Stadt den neuen Reichtum. Strahlender Mittelpunkt dieser Nachtseite einer durch und durch bigotten Gesellschaft ist die Sängerin Lola. Mit dem Amtsantritt des neuen Baudezernenten von Bohm droht jedoch der gut funktionierende Pakt zwischen Wirtschaft und Politik aufzufliegen. Von Bohm widersetzt sich dem korrupten Streben nach Profit und versucht, eine Baupolitik im Dienste der Bürger zu realisieren. Als er sich aber ausgerechnet in Lola verliebt, gerät er selbst in den Teufelskreis von Macht, käuflicher Liebe und Korruption.
1981 entstand Rainer Werner Fassbinders Film als moderne Adaption von Heinrich Manns "Professor Unrat". "Lola" erzählt von der Zeit des Wirtschaftswunders, von hemmungslosem Profitstreben in den Gründerjahren der Republik und von ungestillter Sehnsucht nach dem Leben und der Liebe.
Besetzung:
Lola / Pfarrer: Nina Schopka
von Bohm, Baudezernent / Hure: Johannes Schmidt
Schuckert, Bauunternehmer / Frau Fink: Hans Georg Körbel
Bordellbesitzerin Frau Kummer, Lolas Mutter / Gigi, Hure:
Gertrud Kohl
Esslin, Sachbearbeiter im Baureferat / Fräulein Hettich, Sekretärin: Ron Zimmering
Völker, Bürgermeister / Chefreporter / Hure: Marcel Bausch
Herr Timmerding / Frau Schuckert, Gattin / Hure: Gabriela Krestan
Pressestimmen:
"[...] ein bunter Abend mit Witz und Tempo, der am Ende düster wird und erschüttert. [...] Talke erzählt die Geschichte über Idealismus und die Realität menschlicher Natur mit leichter Hand und witzigen Ideen."
Tobias Kessler, Saarbrücker Zeitung
"Die sieben Schauspieler brillieren in über 20 Rollen – ein famos-originelles Wechselspiel."
Boris Lensch, Saartext




