Mann ist Mann
Lustspiel von Bertolt Brecht
Inszenierung: Christoph Diem
Bühnenbild: Isabelle Kittnar
Kostüme: Dorothee Scheiffarth
Musik: Achim Schneider
Premiere: Samstag, 14. November 2009 in der Alten Feuerwache
"Ja, ein Mann ist wie der andere. Mann ist Mann." Und weil der eine wie der andere zu sein scheint, gelingt es den drei skrupellosen Soldaten Uria Shelley, Jesse Mahoney und Polly Baker, den harmlosen Packer Galy Gay beim Appell als ihren Kumpanen Jeraiah Jip auszugeben. Galy Gay ist der Mann, der nicht nein sagen kann: Eigentlich hatte er nur einen Fisch kaufen wollen, doch dann beginnt eine Kette von Verwicklungen, in deren Folge er nicht nur einwilligt, sich als Jip auszugeben, um den drei fragwürdigen Soldaten aus der Patsche zu helfen, sondern an deren Ende er sich "wie ein Auto" komplett zu einer mordenden Kampfmaschine hat "ummontieren" lassen. Brechts Parabelstück (entstanden 1926) zeigt Galy Gay aber nicht als Schwächling und Opfer, sondern vielmehr als negativen Gewinner seiner Verwandlung: "Eine lustige Sache. Denn dieser Galy Gay nimmt eben keinen Schaden, sondern er gewinnt." (B. Brecht). Schwärzer kann man sich Humor nicht denken als in diesem grotesken Lustspiel.
Besetzung
Uria Shelley: Andreas Anke
Jesse Mahoney: Johannes Quester
Polly Baker: Georg Mitterstieler
Jeraiah Jip: Boris Pietsch
Charles Fairchild: Klaus Meininger
Galy Gay: Merten Schroedter
Galy Gays Frau/Mah Sing: Melanie von Sass
Herr Wang: Pit-Jan Lößer
Leokadja Begbick: Saskia Petzold
Pressestimmen
"Merten Schroedter gibt [dem Packer Galy Gay] mehr als ein Gesicht. Von weichem Gemüt wird der einfältige Packer über Nacht zum mordenden Soldaten. [...] Obschon permanent an die Grenze zur Groteske gerückt, karikiert [Christoph] Diem nicht plump Plot und Figuren, sondern setzt auf Gegensätze und Zwischentöne. [...] die Soldaten – was für ein spielfreudiger Haufen."
Christoph Schreiner, Saarbrücker Zeitung
"[...] überzeugend und eindringlich, hervorragend besetzt. Eine fesselnde und sehenswerte Inszenierung des Stoffes."
Jonathan Janoschka, Saartext




