Schauspiel
Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Hebbel
Inszenierung: Dagmar Schlingmann
Bühnenbild und Kostüme: Sabine Mader
Musik: Alexandra Holtsch
Premiere am Freitag, 19. März 2010 in der Alten Feuerwache
Den Mann, den sie liebt, darf Klara nicht lieben. Den Mann, dem sie versprochen und verlobt ist, kann sie nicht lieben. Aber der Schmerz über den Verlust des Geliebten treibt sie in die Arme des Anderen – der sie skrupellos verführt. Sie wird schwanger. Als Klaras Bruder fälschlicherweise des Juwelendiebstahls beschuldigt wird, stirbt ihre Mutter vor Entsetzen. Ihr zynischer Verlobter Leonhardt nimmt die angebliche Schande der Familie zum Anlass, sich von Klara zu trennen. Der Druck auf die junge Frau wird immer größer. Klaras Jugendfreund liebt sie noch immer, kann ihr aber das Kind nicht verzeihen. Als er Klaras Verlobten Leonhardt nicht dazu bewegen kann, die junge Frau zu heiraten, tötet er den Rivalen. Klara sieht nur noch die Flucht in den Selbstmord.Hebbel schrieb sein Trauerspiel 1843 vor der Folie einer moralisch restriktiven Gesellschaft. Ohne Mitleid mit seinen Figuren treibt er die Schicksale ins Äußerste. Seine Figuren sind Rasende, Liebende, Verzweifelte, die aufgrund des moralischen und kulturellen Drucks, dem sie ausgesetzt sind, nicht anders können, als ihr Leben gegen die Wand zu fahren.
Besetzung
Meister Anton, ein Tischler: Klaus Meininger
Seine Frau: Gabriela Krestan
Klara, seine Tochter: Natalie Hanslik
Karl, sein Sohn: Ron Zimmering
Leonhard: Boris Pietsch
Ein Sekretär: Pit-Jan Lößer
Wolfram, ein Kaufmann / Adam, ein Gerichtsdiener: Georg Mitterstieler
Pressestimmen
"Intendantin Dagmar Schlingmann inszeniert diesen Stoff mit feinem Gespür. Sie arbeitet die Absurditäten der Situation heraus, macht die Zwänge, unter denen gerade Klara und Anton stehen, mit wunderbar die Sinne ansprechenden Kontrasten spürbar [...]."
Susanne Schütz, Die Rheinpfalz
"Generalintendantin Dagmar Schlingmann hat berührend inszeniert und einen Star geschaffen: Natalie Hanslik ist so bezaubernd in Verzweiflung, Trotz und Leidenschaft."
Angelika Brinkmann, Bild Saarland
"Exzellent. […] Die Bühne ist in derselben puristischen Klarheit eingerichtet, die auch die Regie auszeichnet."
Christoph Schreiner, Saarbrücker Zeitung