Zur schönen Aussicht
Komödie in drei Akten von Ödön von Horváth
Inszenierung: Wolfram Apprich
Bühnenbild: Sabine Mader
Kostüme: Mirjam Benkner
Premiere am Freitag, 15. Januar 2010 in der Alten Feuerwache
In einer heruntergekommen Herberge lebt als einziger Gast Ada, Freifrau von Stetten. Um sie scharen sich der Hoteldirektor Strasser, der Kellner Max, der Chauffeur Karl, ihr Bruder Emanuel sowie der Weinhändler Müller – verkrachte Existenzen, die auf Kosten der Grande Dame leben. Alle haben bessere Zeiten hinter sich, aber auch einigen Dreck am Stecken. So ergibt sich ihr Zusammenhalt aus dem Wissen um die dunkle Vergangenheit der anderen. Als Christine erscheint, um ihren ehemaligen Liebhaber Strasser über die Existenz eines gemeinsamen Kindes zu unterrichten, sind alle sofort bemüht, Christine als liederliche Hure zu denunzieren. Doch dann kommt Christine unverhofft in den Besitz einer Erbschaft und die Männerriege wechselt ganz schnell die Seite. Sie wollen Ada fallen lassen, doch am Ende verlässt Christine das Hotel allein.
In den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts verfasste Ödön von Horváth (1901 - 1938) seine Stücke, milieugetreue, sozialkritische Studien wie "Kasimir und Karoline" oder "Geschichten aus dem Wienerwald". Die verspätete Uraufführung seiner Komödie "Zur schönen Aussicht" im Jahre 1969 sorgte für Wiederentdeckung und anhaltende Renaissance Horváths auf den internationalen Theaterbühnen.
Besetzung
Max: Merten Schroedter
Karl: Andreas Anke
Müller: Klaus Meininger
Strasser: Georg Mitterstieler
Emanuel, Freiherr von Stetten: Marcel Bausch
Ada, Freifrau von Stetten: Gertrud Kohl
Christine: Dorothea Lata
Pressestimmen
"Georg Mitterstieler schlägt darstellerische Pfauenräder, irrlichtert zwischen Komödiantentum und Ernst. Ihm zur Seite agiert ein Ensemble, das hier seine ganze unkonventionelle Spezialität ausspielen kann. [...] eine Inszenierung, deren Waghalsigkeit imponiert."
Cathrin Elss-Seringhaus, Saarbrücker Zeitung
"Eine handwerklich gut gelungene Komödie [...] mit satirischer Schärfe."
Sven Rech, SR 2 KulturRadio




